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Kein Mensch entscheidet sich bewusst dafür, süchtig zu werden. Eine klassische Suchtentwicklung (unabhängig ob stoffoder nichtstoffgebunden) entwickelt sich in der Regel schleichend, unbewusst und fließend und ist daher für den Betroffenen kaum spürbar. Dies ist ein Phänomen, da das unmittelbare Umfeld des Betroffenen meistens sehr deutlich die drastischen Veränderungen im Verhalten, Lebensstil, Umfeld, in der Persönlichkeit und dem seelischen, psychischen und körperlichen Zustand bemerkt. Daraus erschließt sich, dass eine Suchtentwicklung mit stetiger Verharmlosung, Fehleinschätzung, Bagatellisierung, Verdrängung und Unwahrheit (gegenüber sich selbst und Mitmenschen) einhergeht.

Selbstaufgabe, Resignation und destruktive/depressive Verhaltensweisen können zudem den Suchtverlauf beschleunigen. 

Die Gesundwerdung ist daher über folgende drei Schritte möglich:

  1. Ehrliches Eingeständnis gegenüber der eigenen Suchterkrankung
  2. Aufgabe des Selbstmitleids und der Opferrolle
  3. Vollständige und konsequente Übernahme der Verantwortung für das eigene Leben.

Suchtverlauf